DARC H05

HAAROB'14 Experimental-Nutzlast

HAAROB'14 - Experimental-Nutzlast der jugend forscht AG

 

Mit dem HAAROB NutzlastBallonstart am 26.07.2014 werden zwei neue, bisher noch nicht eingesetzte Nutzlasten vom Sportplatz am Schulzentrum Burgstraße abheben. Die Schülerinnen und Schüler der Projekt-AG haben von den Funkamateuren eine Vielzahl technischer Details, die für ein solches Projekt erforderlich sind, gelernt.

 

Neben Amateurfunkspezifischen Kenntnissen haben sie die Grundlagen der Postitionsermittlung per GPS, die Erfassung von Meßwerten per Sensorik, die Verarbeitung und Speicherung der Meßdaten mit Hilfe eines Mikrocontrollers kennengelernt. Auch über die physikalischen und meteorologischen Einflüsse, denen die Nutzlasten während ihres Fluges ausgesetzt sein werden, haben sie viele neue Details erfahren. So beträgt zum Beispiel der Luftdruck mit 10 hPA in der Maximalhöhe nur noch 1/100 unseres Luftdruckes hier am Boden und die Temperaturen werden auf bis zu -65°C während des Fluges sinken.

 

ernestinumDas alles wollen die jungen Forscherinnen und Forscher im nächsten Schuljahr noch genauer erkunden, gemeinsam mit den Celler Funkamateuren haben sie deshalb ein Konzept für eine preiswerte und mit den im Unterricht vermittelbaren Kenntnissen und Möglichkeiten weiter zu entwickelnde Nutzlast aufgestellt.

Die dabei verwendeten Komponenten sind Standardbausteine, die bei verschiedenen Anbietern und über das Internet kostengünstig verfügbar sind. Als Prozessormodul wird ein Arduino nano verwendet, die Temperatursensoren sind sogenannte One-Wire Sensoren vom Typ DS18B20. Das GPS-Modul stammt aus einer gebrauchten kommerziellen Radiosonde Graw DFM-06, zur Datenspeicherung wird ein microSD-Kartenmodul verwendet. Die Gesamtkosten für die Komponenten betragen nur ca. 15,- EUR, steht kein gebrauchtes GPS-Modul zur Verfügung, sind noch einmal ca. 10,- EUR zusätzlich dafür zu investieren.

 

In diesen Jahr haben dabei die Funkamateure den Schülerinnen und Schülern noch ein wenig unter die Arme gegriffen, damit pünktlich zum Start die ersten experimentellen Komponenten zur Verfügung stehen. Die Meßwerte werden nach den Sommerferien dann detailliert ausgewertet und für ihr eigenes Projekt haben die Schülerinnen und Schüler schon eine ganze Reihe weiterer Ideen, z.B. die Verwendung spezieller Sensoren, die bestimmte Gaskonzentratrionen in der Atmosphäre messen.

Die gesamte zukünftige Entwicklung der Nutzlast, deren Ergänzung um neue Komponenten, die Softwareentwicklung und Mikrocontroller-Programmierung sind spannende Herausforderungen für weitere Projekte.

 

 

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